Gemeinde Meine

Gemeinde Meine

Artikel der Papenteicher Nachrichten

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in diesem Bereich können Sie die Beiträge der Gemeinde Meine zum Mitteilungsblatt der Samtgemeinde Papenteich, den Papenteicher Nachrichten bereits direkt nach Redaktionsschluss lesen. 
Redaktionsschluss und Erscheinen der Papenteicher Nachrichten liegen meist drei Wochen auseinander, wodurch die Texte nicht immer besonders aktuell erscheinen. 
Ich hoffe, Sie lesen meine Beiträge mit Interesse und können daraus aktuelle Informationen entnehmen.
 

 

UHB03

 Ihre Ute Heinsohn-Buchmann

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

nach wie vor ist die Corona Pandemie auch bei uns in der Gemeinde das Thema schlechthin (Stand 23. April 2020).
Da morgen Redaktionsschluss für die Maiausgabe der Papenteicher Nachrichten ist, muss ich heute meinen Bericht für Sie schreiben.

Wir alle, ob groß oder klein, jung oder alt, spüren die Beeinträchtigungen durch das Corona Virus tagtäglich. Unsere Kindertagesstätten
sind geschlossen; es gibt lediglich Notbetreuungen. Unsere Spielplätze sind gesperrt. Das gesellschaftliche Leben ist „eingefroren“.
Eigentlich ist nichts so, wie es einmal war. Aber, es muss weitergehen.

Wir haben den Zustand der kinderfreien Zeit in unseren Kindertagesstätten dazu genutzt, den notwendigen E-Check durchzuführen.
Alle elektrischen Betriebsgeräte sind auf Grund von Unfallverhütungsvorschriften regelmäßig zu prüfen. Unsere Handwerker konnten
auf Grund der Schließung ungestört arbeiten, und der Kindertagesstättenbetrieb wurde nicht gestört. So hatte die Schließung auch etwas Positives.

Ich hoffe, dass die Spielplätze wieder bespielbar sind, wenn Sie diese Ausgabe in den Händen halten. Der Spielplatz in Meine am Ohreweg
hat neue Spielgeräte erhalten. Er hat jetzt einen Bereich „Baustelle“. Wir haben unter anderem zwei Bagger aufgestellt, es gibt aber auch
andere Geräte zum Thema Baustelle, wie beispielsweise ein kleiner Betonmischer. Ein Besuch dort lohnt sich bestimmt.

Zwischenzeitlich haben wir auch den Blühstreifen am Gemeindezentrum angelegt. Aufgrund der trockenen Witterung muss hier allerdings
täglich gewässert werden. Aber hier muss sowieso gewässert werden, da in dem Bereich des Blühstreifens auch die Bäume stehen,
die die Arbeitsgemeinschaft Pflegen und Pflanzen gemeinsam mit dem Lions-Club Meine-Papenteich gepflanzt hatten. Auch diese Bäume
benötigen Wasser, damit sie uns nicht vertrocknen.

Aus gegebenem Anlass weise ich noch einmal auf das Gesetz zur Brut- und Setzzeit hin. In dem Gesetz ist vorgesehen, dass Hunde ab dem
1. April bis zum 15. Juli in der freien Landschaft angeleint werden müssen. Es wird damit bezweckt, z.B. weibliche Wildtiere, die jetzt schon
hochtragend sind, zu schützen. Sie werden leicht zur Beute von freilaufenden Hunden, weil sie nur schlecht flüchten können.

Wenn ein herumstreunender Hund einen brütenden Vogel vertreibt, kann das Gelege auskühlen oder Krähen machen sich im Anschluss
daran zu schaffen. Auch wenn ein Hund an einem Jungtier schnuppert, kann es passieren, dass die erwachsenen Tiere den eigenen Nachwuchs
nicht mehr annehmen und ihn verstoßen. All dies soll mit der Anleinpflicht vermieden werden. Verstöße werden im Übrigen mit Bußgeldern geahndet.
Also bitte denken Sie zum Schutz anderer Tiere daran, Ihren Hund in der freien Landschaft anzuleinen.

Eine erfreuliche Nachricht habe ich für die Abbesbütteler. Ich hatte bereits darüber berichtet, dass der Landkreis Gifhorn die Errichtung eines
Glasfaserringnetzes beschlossen hat. Mit diesem Glasfaserringnetz sollen Haushalte versorgt werden, die zu den sogenannten weißen Flecken
gehören, also Haushalte mit einer Datenübertragung von weniger als 30 Mbit/s. In Abbesbüttel gibt es 160 Adressen, die in den Genuss des
Glasfaserringnetzes des Landkreises kommen können. Die Net Services GmbH & Co. KG vermarktet den Glasfaserausbau unter der Marke
„GIFFInet -Landkreis Gifhorn Fast Internet“. Das Problem ist, dass 40 % der betroffenen Haushalte in dem weißen Fleck Verträge mit der
Net Services GmbH & Co. KG schließen müssen, damit auch die Haushalte in dem weißen Fleck tatsächlich mit dem Glasfaseranschluss
versorgt werden können. Diese 40 % Marke hat Abbesbüttel bereits erreicht!!!! Dies, obwohl aufgrund der Corona Pandemie bislang noch
keine Veranstaltungen und auch keine Beratungstermine der Net Services GmbH & Co. KG vor Ort stattfinden konnten. Andere Gemeinden
mit weißen Flecken wie Adenbüttel und Schwülper sind von der 40 % Quote noch weit entfernt.

Wir alle dürften zwischenzeitlich in dieser Zeit der Coronakrise gemerkt haben, wie wichtig ein gut funktionierendes Netz ist, wie wichtig auch
Home-Office geworden ist, was ohne ein gut funktionierendes Netz überhaupt nicht funktionieren kann. Ich kann deshalb nur empfehlen,
von dem Angebot der Net Services GmbH & Co. KG Gebrauch zu machen, wenn Sie zu dem sogenannten weißen Fleck gehören.
Ich empfehle aber auch, der Net Services GmbH & Co. KG Ihr Interesse an einem Anschluss zu bekunden, wenn Sie nicht zu dem sogenannten
weißen Fleck gehören. Ihr Interesse an einem Anschluss der Net Services GmbH & Co. KG können Sie immer stellen, egal,
wo in der Gemeinde Meine Sie wohnen.

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie optimistisch!
Ihre
Ute Heinsohn-Buchman

 

PN 04-2020 / Gemeinde Meine
Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,
habe ich noch in der letzten Ausgabe angekündigt, in dieser Ausgabe auch von der Ratssitzung am 26. März 2020 berichten zu können
und damit auch von der Verabschiedung des Haushaltes 2020, so haben sich die Ereignisse zwischenzeitlich überschlagen.

Heute am 26. März 2020, wo ich diese Zeilen schreibe, sind unsere Kindertagesstätten schon seit anderthalb Wochen geschlossen,
das Gemeindeamt ist für den Publikumsverkehr gesperrt und nur telefonisch oder per Mail zu erreichen. Unsere Dorfgemeinschaftshäuser
sind geschlossen, und unsere Spielplätze dürfen nicht betreten werden. Oberstes Gebot der Stunde ist es, soziale Kontakte zu vermeiden,
um eine Ansteckung mit dem Corona - Virus zu vermeiden und um die Infektionskette zu unterbrechen.

Diese aktuellen Ereignisse haben mich veranlasst, unsere geplante Finanzausschusssitzung am 18. März 2020, die geplante Sitzung des
Verwaltungsausschusses am 19. März 2020 und auch die geplante Ratssitzung am 26. März 2020 zum Schutz aller Ratsmitglieder,
Bürgervertreter und zum Schutz interessierter Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch zum Schutz unserer Mitarbeiter, abzusagen und
auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Deshalb gibt es zurzeit keinen beschlossenen Haushalt in der Gemeinde Meine, und wir leben
mit der vorläufigen Haushaltsführung.

Schon an dem Tag, als die Kindertagesstätten erstmals geschlossen hatten, erreichten uns Schreiben von besorgten Eltern, dass nun die
Krippengebühren und auch die monatliche Mittagessenpauschale von der Gemeinde erstattet werden müsste.

Sicherlich haben viele von ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, finanzielle Einbußen hinzunehmen. Kurzarbeit ist in aller Munde und
wird praktiziert. Deshalb habe ich selbstverständlich Verständnis dafür, dass der Wunsch nach der Erstattung geäußert wird.

Wir haben uns dazu entschlossen, zur Frage der Erstattungen eine Entscheidung zu treffen, wenn wir genau wissen, wie lange unsere
Einrichtungen geschlossen bleiben müssen und wie lange auch das tägliche Mittagessen nicht in Anspruch genommen werden konnte.
Ich will nicht verheimlichen, dass die derzeitige Situation die ist, dass der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund empfohlen hat,
keine Erstattungen vorzunehmen. Zur Begründung führt der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund an, dass man ein bis zwei
Monate hinnehmen müsse, in denen zu zahlen ist, aber keine Leistungen in Anspruch genommen werden können.
Eine Entscheidung heute würde deshalb wahrscheinlich zu keiner Erstattung führen. Ich gehe aber davon aus, dass diese Frage
möglicherweise anders beurteilt wird, wenn wir unseren Alltag wiederhaben. Deshalb bitte ich an dieser Stelle Sie, liebe Eltern, um Geduld.

Außer der schockierenden Nachricht der Corona - Pandemie erreichte uns die nächste schockierende Nachricht: Eine Fläche von 46 ha
zwischen Bechtsbüttel und Waggum, die Kippe Bechtsbüttel, war als Standort für ein zentrales Bereitstellungslager Konrad von der
Gesellschaft für Zwischenlagerung in Betracht gezogen worden. Hiervon waren weder Politik noch Bevölkerung unterrichtet.
Durch einen Zufall ist diese Planung bekannt geworden und hat sich dann wie ein Lauffeuer in der Gemeinde Meine verbreitet.
Allerdings ist die Entscheidung anders ausgefallen.
Das Bereitstellungslager soll in Würgassen errichtet werden. Dies wurde den Umweltministern der Länder am 6. März 2020 mitgeteilt.
Die Entscheidung, das Bereitstellungslager in Würgassen zu errichten, wird nicht dazu führen, dass wir uns zurücklehnen.
Wir bleiben wachsam und behalten das Verfahren um dieses Bereitstellungslager im Auge. Derzeit besteht für uns aber kein Grund
zur Panik oder zu sehr großer Sorge. Im April wird es eine Unterrichtung im Umweltausschuss des Landtages geben.

Die Gemeinde Meine hat einen Vertragspartner mit der Reinigung der Sinkkästen beauftragt. Die ersten Sinkkästen wurden zwischenzeitlich gereinigt.
Allerdings bekamen wir die Mitteilung, dass die Gossen derartig verdreckt sind, dass zu befürchten ist, dass die Sinkkästen in allerkürzester Zeit
schon wieder gereinigt werden müssen. Das Reinigen der Sinkkästen ist mit erheblichen Kosten verbunden. Sie können dazu beitragen,
die Kosten gering zu halten, wenn die Reinigung eine Weile vorhält. Deshalb meine Bitte an Sie: Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Gosse regelmäßig zu reinigen.

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sagen, dass ich mich sehr darüber freue, wenn ich sehe, wie besonnen
Sie mit der Corona-Krise umgehen. Viele Veranstaltungen unserer Vereine und unserer freiwilligen Feuerwehren wurden abgesagt,
um dem obersten Gebot der Stunde, nämlich die Vermeidung von sozialen Kontakten, zu entsprechen. Die Straßen sind wie leergefegt.
Das alles zeigt, wie verantwortungsbewusst Sie sind.

Ich bedanke mich aber auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinde. Ohne Ausnahme haben alle mir während dieser
ungewöhnlichen und schwierigen Zeit gezeigt, dass gemeinsam nach Lösungen gesucht und gearbeitet wird.
Es ist eine schöne Erfahrung zu sehen, dass auf Distanz „Hand in Hand“ zusammengearbeitet wird. Danke dafür.

Sie können mir glauben, auch ich wünsche mir die „alten Zeiten“ so schnell wie möglich wieder. Ich bin mir sicher, wenn wir so weiter machen,
dann haben wir es bald geschafft. Bleiben Sie bis dahin gesund!
Ihre

Ute Heinsohn-Buchmann

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